Wie wichtig kulturelle Vielfalt und gegenseitiges Verständnis für die Pflege sind, zeigte eine multikulturelle Kochveranstaltung des IBAF Pflege-Schulungszentrums (PSZ) Rendsburg und der Pflegeberatung der Stadt Büdelsdorf Mitte August im Bürgerhaus Büdelsdorf. Pflegeauszubildende des ersten Ausbildungsjahres sowie Vertreter*innen der Kooperationsbetriebe und des Gesundheits- und Pflegewesens verbanden gelebte Vielfalt mit Spaß und leckerem Essen. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den angehenden Pflegefachkräften die Möglichkeit, über kulturelle Traditionen und Werte in Kontakt zu kommen, Vorurteile abzubauen und die Klassengemeinschaft zu stärken.
Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung von Sanja Andrejevic-Hellmann, Schulleiterin des PSZ Rendsburg, gemeinsam mit Bernd Weiß von der Pflegeberatung der Stadt Büdelsdorf. Auszubildende aus verschiedenen Ländern, darunter Indien, Marokko, Kasachstan und Deutschland, bereiteten gemeinsam traditionelle indische Gerichte zu.
Gleichzeitig wurde deutlich, welchen zentralen Stellenwert interkulturelle Kompetenz im Pflegeberuf hat und warum sie Bestandteil einer modernen Pflegeausbildung ist: Pflegefachkräfte begleiten Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen, religiösen und persönlichen Hintergründen.
„Der Pflegeberuf lebt von Menschlichkeit, Empathie und Offenheit gegenüber anderen Menschen“, betont Andrejevic-Hellmann. „Unsere multikulturelle Kochveranstaltung bot eine großartige Gelegenheit, diese Werte bereits zu Beginn der Ausbildung erlebbar zu machen.“
Und nicht nur die Auszubildenden konnten sich austauschen, sondern die Veranstaltung förderte ganz nebenbei auch die Vernetzung zwischen Ausbildungseinrichtungen, Praxispartnern und Akteuren des Gesundheitswesens in der Region Rendsburg.
„Das gemeinsame Kochen werden wir ganz bestimmt wiederholen“, ist sich Andrejevic-Hellmann sicher. „Ich bin der Meinung, dass sich solche kulturellen Aktivitäten langfristig auf den Zusammenhalt innerhalb der Ausbildungskurse auswirken und die Integration fördern. Insgesamt stärken sie Respekt und kulturelle Sensibilität und damit genau die Kompetenzen, die für eine professionelle und wertschätzende Pflege in einer vielfältigen Gesellschaft unverzichtbar sind.“
