Zum Berufsbild der Motopädagogin/des Motopädagogen
Berufsbild
Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Lebensumwelt der Menschen, der steigenden Anzahl von Zivilisationskrankheiten, dem demografischen Wandel und dem Umbau unseres Gesundheitssystems sind Motopädagoginnen und Motopädagogen eine wichtige Ergänzung im Team der medizinisch-therapeutischen, pädagogischen und pflegerischen Berufe.
Die Motopädagogin/der Motopädagoge stellt in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen – ob behindert oder nicht behindert – die Bewegung als Grundlage jedes pädagogischen Handelns in den Vordergrund.
Der motopädagogische Ansatz besteht neben der individuellen Förderung und Begleitung schwerpunktmäßig aus Gruppenprozessen, aus Interaktion und Kommunikation zwischen Menschen.
Abgrenzung zu anderen Berufen
In Abgrenzung zur Sportpädagogik und zur Gymnastik geht es in der Motopädagogik also nicht um das Vermitteln von sporttechnischen Bewegungsfertigkeiten oder Sportarten. Ziel ist nicht die Verbesserung individueller sportlicher Leistungen, sondern um eine ganzheitliche Entwicklungs- und Persönlichkeitsförderung.
Physiotherapie und Ergotherapie als therapeutisch orientierte Arbeitsweisen behandeln Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen vorwiegend in funktionalen Übungseinheiten in der Einzelsituation. Motopädagogik hingegen ist kein gezieltes Übungsprogramm, sondern orientiert sich an den psychischen und sozialen Folgen einer motorischen Auffälligkeit oder Störung.
Tätigkeitsfelder
Motopädagoginnen und Motopädagogen arbeiten in den Tätigkeitsfeldern Prävention, Entwicklungsförderung, Integration sowie Rehabilitation und Beratung.
Angefangen von der Frühförderung in Kindertagesstätten oder der Einrichtung von Bewegungskindergärten über schulbegleitende Maßnahmen sowie Angebote in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in ambulanten Diensten und in Senioreneinrichtungen, Volkshochschulen und Familienbildungsstätten bis hin zu Kursen in Sportvereinen sind Motopädagoginnen und Motopädagogen unverzichtbare (bewegungs-pädagogische) Fachkräfte.
Motopädagoginnen und Motopädagogen arbeiten auch in selbstständiger Praxis und in enger Kooperation mit medizinischen, therapeutischen, pädagogischen und pflegerischen Fachkräften zusammen.
Abschlüsse
Mit dem Abschluss der Fachschulausbildung (zur staatlich anerkannten Motopädagogin/ zum staatlich anerkannten Motopädagogen) erwerben Fachkräfte einen neuen Beruf. Sie können in allen Tätigkeitsfeldern und mit allen Zielgruppen arbeiten und Schwerpunkte setzen.
Der staatlich anerkannte Motopädagoge ist ein Aufstiegsberuf und wird deshalb auch über das Meister-Bafög gefördert.
Mit dem Abschluss der Weiterbildungen erwerben Fachkräfte eine Zusatzqualifikation zu ihrem Beruf. Je nach Weiterbildungszeit und -intensität wird ein neues oder zusätzliches Kompetenzprofil erworben. Für die jeweils gewählte Zielgruppe und Art der Weiterbildung erwerben Fachkräfte motopädagogische Basiskompetenzen. Durch die Zusatzqualifikation können sie im eigenen Arbeitsfeld motopädagogische Angebote durchführen, sich weiter spezialisieren und somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Info: Durch das Angebot in modularer Form (Bausteine) können sich Fachkräfte auch nach und nach die gesamten Inhalte der Ausbildung aneignen!
IBAF, Institut für berufliche Aus- und Fortbildung gGmbH, Kanalufer 48, 24768 Rendsburg
Telefon: 0431 / 13 06-60, Telefax: 0431 / 13 06-70, E-Mail: info@ibaf.de
Geschäftsführerin: Landespastorin Petra Thobaben,
Sitz: Rendsburg, Registergericht: Amtsgericht Kiel HRB 1477 RD,
Rechtsform: gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE119 353 789


